Atlantis The Palm auf The Palm Jumeirah

Atlantis The Palm auf The Palm Jumeirah

Normal vermeide ich grundsätzlich das Beschreiben der Hotels auf meinen Reisen und verweise stattdessen auf Holidaycheck, für das Atlantis muss ich aber einmal eine Ausnahme machen. Sowas habe ich tatsächlich noch nicht gesehen. Alleine die Größe ist phänomenal, man könnte einen zweiwöchigen Urlaub nur hier verbringen und trotzdem jeden Tag etwas anderes erleben. Wahnsinn!

Blick auf die Ambassador Lagoon

Blick auf die Ambassador Lagoon

Das Atlantis The Palm liegt auf The Palm Jumeirah, der einzigen bislang fertiggestellten Insel der Palm Islands. Die Insel in Palmenform ist dabei vollständig künstlich angelegt. Durch ein spezielles Rüttelverfahren wurden Sand und Felsen angehäuft und verdichtet, so dass ein Areal entstand, von dem heute Gebäude mit 20 Stockwerken und mehr getragen werden. Die Palme besteht aus den drei Teilen „The Trunk“ (Stamm), „The Fronds“ (Palmwedel) und „The Crescent“ (Sichelmond). The Palm Jumeirah verlängert die Küste Dubais bereits um mehr als 100km.

Zwar möchte ich nicht jedes Detail bis ins kleinste beschreiben, dafür ist wirklich eine andere Plattform besser geeignet, aber ein paar Dinge muss ich wirklich beim Atlantis einfach hervorheben. Dabei an erster Stelle: das Lost Chambers Aquarium mit der Ambassador Lagoon. U-N-G-L-A-U-B-L-I-C-H! Man stelle sich vor, das Hotel hat zwei große Flügel, aus denen der East und der West Tower herausragen. Im West Tower sind hauptsächlich Gästezimmer, das Fitnesscenter sowie das Businness (Konferenz-) Centre untergebracht. Der East Tower verspricht mit vielen Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und dem eben angesprochenen Aquarium allerdings wesentlich interessanter zu werden.

Läuft man von der Rezeption aus den Gang entlang Richtung West Tower, erkennt man am Ende eine blaue Wand immer größer werden, die sich beim Näherkommen als riesige künstliche Wasserwelt entpuppt. Zwölf Meter hoch und mit insgesamt 11,5 Mio. Litern Wasser gehört das Aquarium sicher zu einem der beeindruckendsten der Welt; die Artenvielfalt noch gar nicht in Betracht gezogen. Wem diese Zahlen noch nicht reichen, dem kann ich gerne noch ein paar liefern: ca. 65.000 Meerestiere leben in der Unterwasserwelt, betreut von mehr als 160 Tierpflegern. Neben Barschen und mehreren kleinen Fischen, die man auch vom Schnorcheln kennt, tummeln sich auch gigantische Katzenfische, zahlreiche Rochen und sogar Haie im Becken. Eine der Hauptattraktionen vergangener Zeiten, den Walhai Sammy, kann man heute nicht mehr bestaunen. Mit einer Größe von mehr als vier Metern wurde ihm das Aquarium allmählich zu klein und verursachte Stress, weswegen er wieder ausgesetzt wurde; übrigens mit einem GPS-Sender, der laufend die Position des Tiers übermittelt. Wer sich für Bilder von Sammy interessiert, der kann hier nachsehen, ich konnte ja logischerweise keine mehr machen.

Lost Chambers und Ambassador Lagoon

Lost Chambers und Ambassador Lagoon

Aber auch ohne Walhai ist das Aquarium immer noch so faszinierend, dass ich jeden Tag mindestens einmal daran vorbeigehen und wenigstens für ein paar Minuten davor verweilen musste. Sogar einen jungen Hammerhai gibt es zu sehen! Direkt im Anschluss an die Ambassador Lagoon folgen dann die Räume des Lost Chambers Aquariums. Dort gibt es Moränen, Quallen, Feuerfische, Hummer und noch viel mehr, was ich gar nicht alles wiedergeben kann. Das Interieur ist dabei, wie der Rest des Hotels (der Name verrät es ja bereits) am Mythos der Versunkenen Stadt Atlantis orientiert. Der Besuch ist für Hotelgäste gratis.

Lost Chambers und Ambassador LagoonVerlässt man den West Tower weiter in westlicher Richtung, steht man direkt vor dem Aquaventure, einem riesigen Aquapark für die ganze Familie. Für die Jüngeren gibt es einen Wasserspielplatz, die Älteren können sich an zahlreichen Wasserrutschen erfreuen. Zwei der Rutschen führen am Ende durch die Shark Lagoon – einem Becken mit vielen Rochen und Haien, durch welches die Rutsche, natürlich durch einen Tunnel getrennt, hindurchführt. Das muss man mal gemacht haben! Viel Freude bereiten auch die Reifenrutschen, die mehrmals um das Gelände herum oder auch mittendurch führen. Der Eintritt und die Verpflegung ist allerdings sehr teuer (fast 50 EUR Eintritt für Erwachsene!), für Hotelgäste allerdings gratis. Zum Aquaventure gehören auch zwei Pools, von denen der Hauptpool auf Rezeptionshöhe Hotelgästen vorbehalten ist, der etwas kleinere Zero Entry Pool ist auch für andere Gäste offen. Am Zero Entry Pool ist auch etwas mehr geboten: z.B. Wasser-Basketball und -Volleyball, abends auch mal Livemusik. Hier marschiert dann gerade am Wochenende auch Dubais „Szene“ auf, wo schließlich von Alkoholverbot und vollständig bedeckten Frauen nicht mehr viel zu sehen ist.

Delfin Danita

Delfin Danita

Ganz im Westen des Hotels liegt die Dolphin Bay, wo es den Gästen möglich ist, mit Delfinen zu schwimmen. Ich kann nur sagen: eine unglaubliche Erfahrung, die man auch beruhigt genießen kann, da die Pfleger glaubhaft versichern (und zeigen!), wie gut man sich um die Tiere sorgt. Nachdem wir das Area betreten hatten, wurden zunächst Wet Suits ausgegeben, anschließend gab es einen kurzen Einführungsvortrag mit einem kleinen Test. Wir erfuhren dabei Wissenswertes über Delfine und wurden auch darauf hingewiesen, wo man den Delfin während der Vorführung nicht berühren sollte. Kurz darauf ging es bereits ins Wasser. In einer kleinen Gruppe von sechs Personen wendeten wir uns Delfin-Weibchen Danita zu. Jeder erhielt einen Kuss auf die Wange, wurde am ausgestreckten Arm im Kreis gedreht, durfte mit Danita tanzen und den Meeressäuger schließlich umarmen. Nach einigen kleineren weiteren Spielchen stand am Ende noch der Höhepunkt auf dem Plan: der Belly Ride. Dabei schwimmt der Delfin auf dem Rücken und man kann sich an den Bauchflossen festhalten und ziehen lassen. Erst hier und bei den gezeigten Sprüngen am Ende zeigte sich die wahre Kraft dieser Tiere, die ohne weiteres mehrere Meter aus dem Wasser springen können. Einem Delfin so nahe gekommen zu sein und ihn berühren und streicheln zu können ist wirklich ein unglaublich intensives „Once-in-a-Lifetime“-Erlebnis, das ich nie vergessen werde! Das Programm an sich ist im Rahmen dessen, was ich für ein solches Erlebnis ausgeben würde, bei allem anderen wird kräftig zugelangt. Deshalb mein eindringlicher Hinweis: eigene Kamera optimalerweise mit Tele (200mm) dabei haben und selbst Bilder machen (lassen). Ansonsten bleibt als Alternative nur der Verzicht auf tolle Erinnerungsfotos oder eine Ausgabe von 100 EUR für eine DVD mit Fotos.

Auf die zahlreichen Restaurants (ich meine, es gibt insgesamt 17) und Bars möchte ich an dieser Stelle nicht näher eingehen, dazu verweise ich wieder auf Holidaycheck.